Das Bienenjahr

März:

Entscheidend für die rasante Aufwärtsentwicklung der Bienenvölker ist ein möglichst hoher Bestand an langlebigen und unverbrauchten Winterbienen. Eine üppige Futterbevorratung durch eine gut bemessene Wintereinfütterung, ein hochwertiger und reichhaltiger Polleneintrag, ansteigende Tagestemperaturen und ein hygienisch einwandfreier Wabenbau mit ausreichend freien Zellen zum Brüten sind beste Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung. Bei Futternot helfen Futterwaben oder eine für die Bienen wenig arbeitsintensive Fütterung mit ambrosia® Bienenfuttersirup. Das Bienenvolk will im Frühjahr um jeden Preis eine harmonische und optimale Aufwärtsentwicklung erreichen. Jede Störung zu dieser Jahreszeit gilt es zu vermeiden – jeder Eingriff bringt einen Tag Verlust in der Entwicklung.

April:

In dieser Zeit schrumpfen die Vorräte an Futter besonders schnell. Im Waagstock lässt sich das leider nicht ablesen, da sich steigendes Brutgewicht und abnehmender Futtervorrat die Waage halten. Daher ist eine regelmäßige Sichtkontrolle bis zur Obstblüte ein Muss, um Mangelerscheinungen rechtzeitig begegnen zu können. Auch mit der Reduzierung der Varroamilben muss dringend begonnen werden, indem die Drohnenbrut geschnitten wird.

Mai:

Hat der Imker alles richtig gemacht, zeigen die Bienen in diesem Monat, zu welchen enormen Leistungen sie bei guter Pflege in der Lage sind. Im Mittelpunkt steht die rechtzeitige Lenkung des Schwarmtriebs. Für die nächste Saison sind jetzt die Jungvölker zu erstellen, um gesundes und starkes Ersatzpotential sicherzustellen. Der Schnitt der Drohnenbrut ist konsequent fortzusetzen, um die Vermehrung der Varroamilbe zu hemmen.

Juni:

Bei der letzten Honigentnahme aus der Frühtracht sind großzügige Futterreserven im Volk zu belassen, um Mangelerscheinungen für den Fall von Trachtlücken zu vermeiden. Versiegt die Tracht, muss spätestens nach vier bis fünf Tagen zur Überbrückung mit der wöchentlichen Gabe einer 2,5 kg-Portionspackung ambrosia® Bienenfutterteig reagiert werden.

Juli:

Das Bienenjahr hat seinen Zenit überschritten, und die Völker beginnen, sich langsam auf den Winter vorzubereiten. Noch gibt es viele Bienen, aber immer weniger Tracht. Nachder letzten Honigschleuderung zur Monatsmitte muss umgehend mit der Einfütterung von ambrosia® Bienenfutterteig (empfohlen werden hier die 15 kg Gebinde) begonnen werden, um sicherzustellen, dass die Bienen die Brutpflege aufrechterhalten und es nicht zu der Gefahr von Räuberei kommt. Die Futterabnahme dauert etwa 14 Tage. Der Futterteig beschäftigt die Bienen, lenkt sie von der Vertreibung der an sich nicht mehr benötigten Sommerbienen ab. In dem diese den Teig verarbeiten, zum Pollensammeln angeregt werden und Wasser holen, tragen sie noch zur Gesunderhaltung des Volkes bei und die für die Zukunft des Volkes so wichtigen Winterbienen werden geschont. Dies wiederum kommt der Frühjahrsentwicklung zugute. Mit dem Abschluss der Honigernte sind die Befallskontrollen und entsprechende Varroabehandlungen einzuleiten.

August:

Jetzt macht sich der konsequente Schnitt der Drohnenbrut bezahlt. Noch besser fährt der Imker, der aus dem Volk einmal die gesamte verdeckelte Brut entnommen hat. Hat man alles richtig gemacht ist der Befall mit Varroamilben gering (weniger als 1 – 2 Milben/Tag) und die Bienen sind gesünder und vitaler. Pflegebienen, die gesund und unbelastet sind, sind in der Lage, Winterbienen mit einem guten Fett-/Eiweißpolster aufzuziehen. Der Schrumpfungsprozess des Volkes auf seine optimale Wintergröße schreitet voran und wird Ende Oktober bei 10. – 12.000 Bienen liegen, das sind 9 – 10 besetzte Waben. Schwächere Völker, mit weniger als 5.000 Bienen (4 Waben DN, Zander) werden zusammengelegt. Königinnen muss man dabei nicht suchen.

September:

Sollte der Futtervorrat (bei zweiräumiger Überwinterung) noch unterhalb von 20 kg betragen, kann dies durch eine Gabe von ambrosia® Bienenfuttersirup sichergestellt werden. Bei einräumiger Überwinterung sind 1 l Sirup je Normalmaß-Wabe zu füttern. Gegen Ende des Monats bis hinein in den Oktober schlüpfen die letzten Winterbienen. Bei ihren wenigen Ausflügen sollten sie sich unbedingt mit frischem Pollen das benötigte Fett- und Eiweißpolster schaffen. Winterbienen sollten kleine Brutpflege mehr ausüben, da diese ihre Lebenszeit beträchtlich verkürzen würde. Durchbrütende Völker überleben nur selten die Durchlenzung.

Eine Restentmilbung mit Oxalsäure ist Ende November Anfang Dezember vorzunehmen. Den Behandlungserfolg unbedingt durch Bodeneinlagen kontrollieren. Die genaue Prüfung des Varroabefalls ist eine fortwährende und unverzichtbare Aufgabe. Ohne Gegenmaßnahmen verdoppelt sich die Zahl der Milben alle drei Wochen. Verpasst man den optimalen Zeitpunkt der Behandlung (siehe Beipackzettel des angewendeten Varroazides)  ist Varroose die Folge, mit qualitativen und quantitativen Einbußen in den Völkern.

Auch sollte nach der letzten Honigernte stets auf die richtige Dosierung bei Einsatz von Medikamenten geachtet werden. Mit der Sicherstellung einer reichlichen Futterversorgung während der trachtlosen Zeit und der Wintereinfütterung werden entscheidende Voraussetzungen geschaffen für gesunde, vitale Bienenvölker als Garanten für erfolgreiche Honigernten im nächsten Jahr.

Mit der Vielfalt der ambrosia® Produkte werden Imkern/innen erfolgsbestimmende, handhabungsfreundliche und preiswerte Bienenfuttervarianten an die Hand gegeben, die dem Anwender mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben in der Bienenhaltung ermöglichen. Fundierte Kenntnisse der Zusammenhänge Im Bienenvolk und des Einflusses externer Faktoren werden immer wichtiger. Dieser Ratgeber möchte hierzu einen Beitrag leisten.

10 wichtige Punkte zum Start ins Bienenjahr

  1. Mit dem Trachtende (in den meisten Regionen Mitte Juli) und der letzten Sommerhonigernte startet das neue Bienenjahr: Der Winterfuttervorrat der Völker muss aufgebaut werden. Hierzu eignen sich besonders ambrosia® Bienenfuttersirup und ambrosia® Bienenfutterteig. Sie halten auch durch sehr gute Futteraufnahme und Bekömmlichkeit das Brutgeschehen auf hohem Niveau.
  2. Eine Varroa-Befallskontrolle und die Reduzierung der Milbenpopulation nach den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft  der deutschen Bieneninstitute müssen genauso einhergehen. Behandlungserfolg kontrollieren und auf mögliche Reinvasion von Milben achten.
  3. Die Sommerbienen sollen noch die Arbeit der Futterbereitung und -einlagerung erledigen.
  4. Bei guter Allgemeinversorgung (Pollen und ambrosia® Bienenfutter) schwimmen die Larven im eigenen Futtersaft.
  5. Ab September ist über eine Brutnesterweiterung über die Fütterung nicht mehr möglich.
  6. Die Winterbienen müssen noch ausfliegen können, um sich das nötige Fett-Eiweiß- Polster anfressen zu können
  7. Winterbienen beginnen zu altern, sobald Brutpflegearbeiten oder andere Drüsenarbeit wie Futterbereitung zum Tragen kommen.
  8. Den Alterungsprozess der Winterbienen durch eine möglichst lange Brutpause hinauszögern. Völker auf offenem Gitterboden überwintern lassen.
  9. Verbrauchskontrolle durch Wiegen der Stöcke. Noch spät im Jahr kann noch fehlendes Futter durch ambrosia® Bienenfutter-Sirup ergänzt werden. Gute Abnahme und Invertierung sind auf die Bedürfnisse der Bienen optimal abgestimmt.
  10. Die Bevorratung eines starken und gesunden Bienenvolks mit Winterfutter sollte Anfang Oktober, je nach Größe der Kolonie, 15 – 20 kg nicht unterschreiten.

 

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