Ratgeber: Warum Einfüttern?

Hunger schädigt Bienenvölker, ein reichhaltiges Futterangebot optimal an die Bedürfnisse der Bienen angepasst hingegen fördert und sichert ein vitales Bienenvolk.

Zu keiner Zeit darf ein Bienenvolk einem Futtermangel ausgesetzt sein. Nähern sich die Vorräte im Bienenvolk der 5 kg-Marke (zwei volle DN oder Zanderwaben) und versiegt der Futterstrom von außen, beginnt bereits die Unterversorgung. Schon vor dem letzten Futterrest  schaltet das Volk auf Notbetrieb:

 

Einschränkung der Bruttätigkeit, des Putzbetriebs und des Pollensammelns sowie Brutkannibalismus sind die Folge. Das Volk versucht durch Räuberei zu überleben. Sind die Vorräte gänzlich aufgebraucht, sitzen die Bienen zitternd oder regungslos auf den Waben, dann beginnen die ersten zu sterben, nach wenigen Stunden ist das Volk verendet. Ein typisches Bild für Verhungern:

  • mit dem Kopf in den Zellen steckende Bienen
  • das Bodenbrett ist übersät mit verendeten Bienen

Unterversorgung zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, ist erste Pflicht des Imkers. An Hunger sterben in Deutschland übrigens weit mehr Bienenvölker als an den allseits so gefürchteten Bienenkrankheiten.

Futtervorräte schätzen nach der Liebefelder Methode

Zur Ermittlung der Futtervorräte  teilt man ein leeres Rähmchen mit Haushaltgummis in acht gleiche Quadrate ein. Hält man die Konstruktion auf eine zu testende Wabe, so erhält man folgende Ergebnisse:

Ein Achtel einer gedeckelten Futterwabenseite enthält:

Wabentyp Futter
DN 111 g
Zander 125 g
Langstroth 140 g
Dadant 175 g

Beispiel:

Zanderwabe auf der einen Seite 8 voll verdeckelte auf der anderen Seite 4 gedeckelte Futterquadranten.

Ergebnis zusammenzählen: (8 + 4)x 125 g = 1500 g Futter auf dieser Wabe. Halbe Achtel werden auch berücksichtigt.

Eine voll verdeckelte Wabe ergibt 16 Quadrante = 2000g Futter.

Als Experte für Bienenfütterung möchten wir von ambrosia Ihnen in allen Fragen der Ernährung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Informieren Sie sich hier weiter über:

Der Kreislauf des Bienenjahres

Fütterungsanlässe

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